Der Tourismus in Wien befindet sich weiterhin auf Wachstumskurs: Im Vorjahr wurden 20 Millionen Nächtigungen verzeichnet - der beste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen und ein Plus von sechs Prozent im Vergleich zu 2024. Diese Zahlen präsentierten Barbara Novak, Wiener Wirtschaftsstadträtin und Präsidentin des Wien Tourismus, gemeinsam mit Wien-Tourismus-Geschäftsführer Norbert Kettner im Rahmen der Tourismus-Bilanz 2025.
Wie Novak erläuterte, sei das Durchbrechen dieser symbolischen "Schallmauer" von 20 Millionen Nächtigungen unter anderem durch aufmerksamkeitsstarke Kampagnen wie das Strauß-Jubiläum im Vorjahr begünstigt worden. Man sei stolz auf ein langfristig ausgerichtetes Tourismuskonzept, das diesen Erfolg ermögliche, so Novak. Auch wenn die endgültigen Zahlen der Statistik Austria noch ausständig sind, flossen zwischen Jänner und November 2025 durch den Tourismus rund 1,25 Milliarden Euro in die Kassen der Beherbergungsbetriebe.
Hotelkapazitäten wachsen weiter
Seit 2016 konnte der touristische Umsatz um rund 89 Prozent gesteigert werden, während die Nächtigungen um 32 Prozent beziehungsweise rund fünf Millionen zulegten. Die positive Entwicklung dürfte sich auch fortsetzen. Allein im Kongresstourismus verfügt Wien laut Novak bereits über Vorausbuchungen bis ins Jahr 2031.
Aktuell bieten rund 450 Hotels in der Stadt etwa 84.000 Betten in 42.400 Zimmern an. Im vergangenen Jahr wurden 17 neue Hotels eröffnet - ein klares Zeichen für anhaltende Investitionen in den Standort Wien.
Der Wien Tourismus verfügt derzeit über ein Marketingbudget von 15,7 Millionen Euro. Damit sollen nicht nur neue Kampagnen wie das "Wiener Kulinarik Jahr 2026" verwirklicht werden. Gleichzeitig setzt man verstärkt auf die gezielte Ansprache internationaler Kunden und Partner, unter anderem im Luxussegment.
Starke Zuwächse aus Übersee
Norbert Kettner zeigte sich auch mit Blick auf 2026 optimistisch. Zusätzliche Impulse erwartet man unter anderem durch den ESC Song Contest, zahlreiche Kongresse sowie Musikveranstaltungen.
Besonders erfreulich sei die Entwicklung der Fernmärkte: Die Nächtigungen aus den USA stiegen auf 1.259.000 (+3 Prozent), jene aus Kanada auf 235.000 (+17 Prozent). Auch der asiatische Markt befinde sich wieder im Aufwind. Japan verzeichnete ein Plus von 24 Prozent, Südkorea von sieben Prozent, liege jedoch teilweise noch unter dem Vorkrisenniveau.
Anreise hauptsächlich per Flugzeug und Bahn
Eine gute Anbindung der Stadt sei daher entscheidend, betonte Kettner: "Es gibt kein Wachstum ohne gute Erreichbarkeit" Derzeit reisen rund 39 Prozent der Gäste per Flugzeug an, 32 Prozent mit der Bahn und 23 Prozent mit dem Auto.
Stefan Kinan Scheib, neuer COO von Austrian Airlines, verwies auf das umfangreiche Sommerflugprogramm der Airline mit 113 Kurz- und Mittelstrecken- sowie 20 Langstreckenverbindungen. Besonders hohe Auslastungen verzeichneten die USA-Flüge rund um Weihnachten, etwa nach New York-Newark (96,5 Prozent) und JFK (90 Prozent). Im kommenden Sommer bedient Austrian Airlines mit bis zu 45 wöchentlichen Flügen insgesamt sieben Destinationen in Nordamerika.
Wien als internationales Bahn-Drehkreuz
Auch die Österreichischen Bundesbahnen unterstreichen Wiens Rolle als internationaler Verkehrsknotenpunkt. ÖBB-Vorstand Othmar Frühauf bezeichnete Wien als "Nachtzugzentrum Europas". Neue regionale und internationale Verbindungen, etwa nach Prag oder Belgrad, sollen die Erreichbarkeit weiter verbessern. Ab Mitte 2026 kommt zudem der neue Nightjet auf der Strecke nach Zürich zum Einsatz.







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