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Cunard gibt Queen Anne nach nur fünf Jahren ab

Veröffentlicht am 07.10.2026

Der 2024 in Dienst gestellte Neubau wechselt 2029 zu P&O Cruises. Gleichzeitig wandert die Arcadia zur Holland America Line.

Die Queen Anne auf dem offenen Meer. © Cunard / Carnival

Lange wird die Karriere der Queen Anne bei Cunard nicht dauern: Die britische Traditionsreederei, die seit 1999 vollständig zum Carnival-Konzern gehört, wird ihr erst 2024 in Dienst gestelltes Schiff (hier im ReiseInsider-Portrait) 2029 an die Schwestergesellschaft P&O Cruises übergeben. Im selben Jahr wechselt die Arcadia von P&O Cruises zur ebenfalls zum Konzern gehörenden Holland America Line.

Damit wird die Queen Anne gerade einmal fünf Jahre für Cunard unterwegs gewesen sein. Nach ihrem Abgang verbleiben drei "Queens" bei der seit 1840 bestehenden Reederei: Queen Mary 2 (Baujahr 2004), Queen Victoria (2007) und Queen Elizabeth (2010).

Anders als die anderen Queens

Mit der Queen Anne, die im Wesentlichen eine Weiterentwicklung der Pinnacle Class von Holland America ist, hat Cunard den Versuch unternommen, das klassisch-britische Produkt der Schwesterschiffe behutsam zu modernisieren oder - etwas kritischer formuliert - aufzuweichen. Auf ungeteilte Begeisterung stieß das nicht, wie zahlreiche Kommentare in sozialen Medien zeigen.

Inwieweit die neue Ausrichtung auch die Buchungszahlen auf dem jüngsten Cunard-Schiff beeinflusst hat, lässt sich von außen nicht beurteilen. Dass Carnival sich vom Einsatz bei P&O Cruises eine bessere wirtschaftliche Perspektive verspricht, liegt angesichts des ungewöhnlich frühen Transfers allerdings nahe. Vor dem Wechsel wird die Queen Anne umfassend umgestaltet und erhält auch einen neuen Namen.

Arcadia wechselt zu Holland America

Über einen Neuzugang darf sich hingegen die Konzernschwester Holland America Line freuen: Die Arcadia von P&O Cruises wechselt ebenfalls 2029 zur Traditionsreederei mit niederländischen Wurzeln und vergrößert deren Flotte auf zwölf Schiffe.

Die bereits etwas ältere Arcadia (Baujahr 2005) ist mit rund 84.000 BRZ nach heutigen Maßstäben vergleichsweise klein und passt technisch gut ins Portfolio von Holland America. Sie basiert auf derselben Plattform wie Zuiderdam, Oosterdam, Westerdam und Noordam, die wie berichtet in den kommenden Jahren umfangreich modernisiert werden.

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