Wer an Japan und Kreuzfahrt denkt, kommt an Princess Cruises kaum vorbei: Die Diamond Princess der Reederei fährt fast das ganze Jahr rund um Japan, ihre Schwester Sapphire Princess ist ebenfalls immer wieder in der Gegend unterwegs (ab März 2027 sollen erstmals beide Schiffe während der in der Region Japan stationiert sein). Die US-Reederei aus dem Carnival-Konzern ist unbestritten eine der Top-Adressen, wenn es um Reisen rund ums Land der aufgehenden Sonne geht.
Im deutschsprachigen Raum ist der Bekanntheitsgrad der 1965 gegründeten Reederei, die im Premium-Segment positioniert ist, trotzdem weit von Aida, Mein Schiff & Co. entfernt – nicht zuletzt deswegen, weil sie eher auf ein angloamerikanisches (und regional auch japanisches) Publikum fokussiert ist. Trotzdem wird die Marke auch lokal in Deutschland und Österreich vermarktet – und zwar über die Münchner Inter-Connect GmbH, die etwa auch die Website www.princesscruises.at betreibt.
Eine Reise in eine faszinierende Destination mit einem Test einer hierzulande (noch) weniger bekannten Reederei zu verbinden, ist für ReiseInsider natürlich „ein gefundenes Fressen“ – siehe beispielsweise unseren Test der Holland-America-Line nach Island (www.reiseinsider.at/details/reiseinsider-test-nieuw-statendam-von-holland-america-line). Und nachdem Japan schon lange auf unserer redaktionellen Bucket List gestanden ist, ergab eines das andere – und eine Japan-Tour über neun Nächte mit sechs Landgängen und zwei Seetagen wurde gebucht (wobei die Umsetzung letztlich leider nicht so gelaufen ist wie ursprünglich geplant – aber dazu weiter unten).
Buchung und Anreise
Die Buchung der Reise „9 Days Japan Explorer“ mit der Diamond Princess erfolgte direkt über das freundliche Team von Inter-Connect rund ein Dreivierteljahr vor der Abfahrt. Eine frühe Buchung ist bei Japan-Kreuzfahrten aufgrund ihrer Beliebtheit und des nicht allzu großen Angebots übrigens sehr empfehlenswert! Ein Viertel musste nach der Buchung anbezahlt werden – der Rest spätestens ein Monat vor Abfahrt. Der Ablauf war einfach und die Kommunikation mit der Princess-Repräsentanz in Deutschland sehr gut.
Bei einer Kreuzfahrt wird grundsätzlich immer empfohlen, etwas früher anzureisen, um die Abfahrt – beispielsweise bei Flugverspätungen – nicht zu verpassen. Wir flogen vier Tage vorher mit Austrian Airlines von Wien nach Tokio und übernachteten im Mitsui Garden Hotel Nihonbashi Premier (www.gardenhotels.co.jp/nihonbashi-premier), einem Hotel, das wir sehr empfehlen können (gute Lage, schöne Zimmer, exzellentes Frühstück). Für die Flughafen- und Hafentransfers buchten wir aus Bequemlichkeitsgründen jeweils private Autos über GetYourGuide oder Klook (Kostenpunkt jeweils rund 80 bis 100 Euro). Weitere Tipps für die erste Reise nach Tokio gibt es übrigens hier: www.reiseinsider.at/details/tokio-fuer-einsteiger-10-wichtige-tipps-fuer-die-erste-reise.
Einschiffung
Die Einschiffung kann schnell einmal zum ersten Knackpunkt einer Kreuzfahrt werden – bei manchen Schiffen kann man durchaus einige Zeit in der Schlange stehen. Wir wurden ein wenig stutzig, als in der Princess-App stand, dass man sich ohne Anreisearrangement zwischen 12 und 14 Uhr am Hafen Yokohama einfinden soll. Einen genaueren Slot konnte man sich nicht aussuchen.
Als wir den Stau vor dem Cruise Terminal von Yokohama (viele Schiffe fahren von dort und nicht direkt aus Tokio ab) sahen, waren wir schon einigermaßen verunsichert. Und auch im Inneren des hochmodernen Gebäudes waren wir bei Weitem nicht die einzigen … Doch dann folgte die Überraschung: Hier war tatsächlich alles so gut organisiert, dass der Weg von „Curb to Cabin“ inklusive Kofferabgabe, Check-in, Security und Übernahme des Medallion lediglich rund eine halbe Stunde dauerte. Tolle Organisation!
Apropos Medallion: Man erhält hier nicht eine der üblichen Kabinenkarten, sondern ein „Wearable“ (ähnlich wie bei Virgin Voyages – siehe hier: www.reiseinsider.at/details/virgin-voyages-im-portrait). Wie der Name schon andeutet, handelt es sich um ein rundes Teil (mit eingraviertem Namen) an einem langen Band. Damit kann man nicht nur seine Kabine öffnen (das passiert übrigens schon, wenn man sich nur nähert) – auch Mitarbeitende wissen gleich, mit wem sie es zu tun haben, und sehen auf ihren Geräten bereits Namen und Fotos der Gäste.
Erste Eindrücke
Die Diamond Princess ist kein ganz junges Schiff mehr – sie wurde 2004 von der Mitsubishi-Werft fertiggestellt. Dass sich ein 22-jähriges Schiff von einem Neubau unterscheidet, ist klar – das Interior Design ist heute meist ein komplett anderes als vor einem Vierteljahrhundert, als das Schiff gebaut wurde.
Allerdings muss das nicht immer schlecht sein – bei der Diamond Princess kann man wohl sagen, dass sie „charmant gealtert“ ist. Sehr viel dunkle Holzoptik fällt einem beim Betreten gleich einmal auf – gepaart mit Beige und gedeckten Farben. Auf keinen Fall modern – aber trotzdem gemütlich!
Das Zentrum des Schiffes stellt ein großzügiges Atrium über drei Decks dar – rundherum Cafés, Bars, der Schalter für Landausflüge und Shops. Dort gibt es auch oft Live-Musik und diverse Veranstaltungen. Stilistisch findet man hier eine Art klassisches Oceanliner-Design mit Holzpaneelen, japanisch inspirierten Wandbildern und vier von innen beleuchteten Säulen, die unterschiedliche Farben annehmen können. Mehr zum Schiff und seiner Ausstattung lesen Sie weiter unten.
Kabine
Wir buchten eine „Premium Balcony“-Kabine auf dem Caribe-Deck. Bei Princess erhalten die Decks nämlich alphabetisch angeordnete Namen – das Aloha-Deck ist das oberste Kabinendeck, gefolgt von Baja, Caribe, Dolphin, Emerald und so weiter. Unsere Kabine befand sich – nach klassischer Nummerierung – auf Deck 10 (von insgesamt 17). Durch unser Medallion wurde die Kabinentüre automatisch wie erwartet entsperrt – worauf wir unseren Wohnbereich für die nächsten Tage inspizieren konnten.
Der erste Eindruck der Kabine war eher gemischt. Zuerst das Positive: Der Balkon war riesig – das Schiff geht nämlich unten seitlich etwas auseinander (ähnlich wie die Wohntürme in Alt-Erlaa), sodass an manchen Decks die Balkone zu richtigen kleinen Terrassen werden. Der (kleine) Nachteil dabei: Von oben kann man den Balkon wunderbar einsehen – und auch was unter einem passiert, entgeht einem nicht.
Die Kabine selbst war etwas anders als viele Standardvarianten aufgebaut – und zwar gab es nach dem Eingang eine begehbare Garderobe, von der aus man das Bad betreten konnte. Der Rest der Kabine war dann aber so, wie man es sich vorstellt: Doppelbett, Schreibtisch mit Spiegel, Kühlschrank (nicht immer eine Selbstverständlichkeit!) odert auch ein Flachbildschirm an der Wand. Abgerundet wurde das durch Goodies wie einen Safe oder Wasserkocher. Optisch wirkte die Kabine nicht zuletzt aufgrund des Spiegels über dem Bett sehr groß – der Stil war aber auch hier von Braun- und Beigetönen und Holz dominiert.
Nun leider zum eher Negativen. Kurz zusammengefasst: Das Interieur der Kabine ist einfach alt und abgenutzt. So fanden sich am Schreibtisch jede Menge übermalte bzw. ausgebesserte Stellen, die Tür des Kühlschrankkästchens hing nur noch schief im Scharnier und ein Regalteil, in dem früher offenbar einmal ein kleiner Fernseher stand, wirkte deplatziert und hatte keine echte Funktion mehr. Was die beigen Wände vielleicht etwas aufgefrischt hätte, fehlte hier – nämlich ein Bild, wie man es sonst bei vielen Premium-Reedereien findet.
Um gleich bei den Minus-Punkten zu bleiben: Die begehbare Garderobe hatte zwar auf ganzer Länge eine lange Hängestange – zum Legen gab es allerdings nur einen relativ schmalen Kasten, der noch dazu vom Safe und von den Rettungswesten teilweise belegt war. Das benachbarte Bad war wie erwartet old-fashioned und mit einem Duschvorhang ausgestattet – auch das wird heute oft anders und praktikabler gelöst.
Und noch ein Punkt, den man an der Kabine kritisch sehen muss: Der Balkon war mit einer ästhetisch fragwürdigen blauen Matte belegt, die nicht wirklich sauber wirkte – beispielsweise durch Farbspritzer, die offenbar beim Malen dorthin gefunden hatten (übrigens auch auf die Sessel).
Uns persönlich haben diese negativen Aspekte nicht sehr gestört – vor allem wussten wir auch, dass das Schiff älter ist, und haben uns natürlich auch im Vorfeld Fotos angesehen. Was uns in der Kabine besonders gut gefallen hat, war das extrem bequeme Bett. Und auch in Sachen Sauberkeit gab es keinen Grund zur Beanstandung!
Ebenfalls positiv: ein dezentes Nachtlicht, das sich beim Verlassen des Bettes einschaltet, sowie eine weitere Lampe, die automatisch beim Betreten der begehbaren Garderobe angeht. Wichtig sind natürlich auch die Stromanschlüsse: Hier gab es in unserer Kabine mehrere japanisch-amerikanische Steckdosen, für die man natürlich einen Adapter benötigt. Aber es gab auch eine 220-Volt-Universalsteckdose sowie in die Nachtkastenlampen eingebaute USB-Steckdosen (leider nur USB-A).
Zusammengefasst: Die Kabine war alt und einigermaßen abgewohnt – wir haben uns aber trotzdem wohlgefühlt und vor allem exzellent geschlafen. Daran haben wohl auch die gute Dämmung (oder die ruhigen Nachbarn!) ihren Anteil. Erwähnen sollte man auch, dass es zweimal täglich Kabinenservice gegeben hat – auch das ist nicht bei jeder Premium-Reederei selbstverständlich.
Kulinarik
An Bord der Diamond Princess gibt es eine ganze Fülle an Restaurants – angefangen mit dem International Dining Room, dem Hauptrestaurant. Dort geht es auch mit zwei Sitzungen recht klassisch zu. Alternativ findet man diverse kleinere Restaurants (mit ähnlichem Angebot), wo man reservieren oder als „Walk-in“ vorbeischauen kann – beispielsweise den Pacific Moon oder den Vivaldi Dining Room.
Wir haben ein paar Mal in diesen kleineren Restaurants gegessen und waren jedes Mal sehr angetan – sowohl was die Speisen (in der Regel dreigängige Menüs) als auch was das sehr freundliche Personal betrifft. Und um gleich bei diesem Thema zu bleiben: Die Service-Teams an Bord waren durch die Bank exzellent – freundlich, hilfsbereit und sehr zuvorkommend. Da haben wir bei anderen Reedereien leider auch ganz andere Dinge erlebt …
An Bord der Diamond Princess gibt es aber auch einige „Casual“-Restaurants, die an sich aufpreispflichtig sind. Wir haben allerdings das Princess Premier-Paket gebucht, in dem (neben vielen inkludierten Getränken, unlimitiertem Wi-Fi für bis zu vier Geräte und noch einigem mehr) auch Besuche in diesen Restaurants inklusive sind.
Da wäre einmal Kai Sushi mit einem umfangreichen Omakase-Dinner, das wir sehr genossen haben. Auch das Steakhouse Crown Grill war exzellent – genauso wie das mediterrane Sabatini’s. Unser spezieller ReiseInsider-Tipp für dieses Restaurant: das spektakulär angerichtete Tiramisu!
Darüber hinaus gibt es noch einige weitere Special-Dining-Angebote, die wir allerdings nicht genutzt haben – darunter die Churrascaria für Freunde brasilianisch inspirierter Fleischgerichte. Weniger in den Bereich „Special Dining“ gehören noch das solide Buffet-Restaurant Horizon Court, eine Pizza- sowie eine Burger-Station (Pizza war sehr gut, Burger haben wir nicht getestet).
Abgesehen von den Restaurants gibt es jede Menge kleinere und größere Bars an Bord – mit und ohne Entertainment. Unsere Favoriten waren die urgemütliche Wheelhouse Bar für einen netten After-Dinner-Drink und die Lobby Bar im Atrium ganz unten, deren Crew die perfekte Kaffeezubereitung beherrschte.
Ein besonderer Genuss auf Kreuzfahrten ist Frühstück auf der Kabine. Dieses war bei uns auch inkludiert: Am Vorabend musste man dazu seine Wünsche auf einem Türanhänger deponieren. Diesen Service haben wir fast immer genutzt, da es uns im Horizon Court etwas zu wuselig war (und wir für das Frühstück in den anderen Restaurants – die früher geschlossen haben – meist zu spät dran waren).
Entertainment und Wellness
Wie bei fast allen Kreuzfahrtschiffen gibt es auch hier ein großes Theater – auf der Diamond Princess hat man sich dort in erster Linie auf musikalische Darbietungen fokussiert. Dem Publikum (und auch uns) hat das Angebot dort auf unserer Reise sichtlich gefallen!
Ansonsten spielen in diversen Locations weitere Musikerinnen und Musiker – aber auch Klassiker wie Quiz und Bingo werden angeboten. Das Angebot, das man jeden Abend in Form des Tagesprogramms namens Princess Patter auf die Kabine erhielt, war tatsächlich sehr breit gefächert.
Eine sehr positive Erwähnung haben sich auch die Enrichment-Vorträge verdient: Ein ehemaliger Anwalt und späterer Reisefotograf aus Liverpool brachte hochinteressante Themen zu Destinationen, Kultur und Geschichte – und das Ganze noch höchst witzig auf den Punkt!
An Bord gibt es natürlich auch ein großes Spa samt Fitnesscenter – die getestete Massage war ebenfalls sehr gut! Und für Freunde der japanischen Badekultur wird am Heck des Schiffes gegen Aufpreis das Izumi Japanese Bath angeboten – wir nutzten dieses allerdings nicht.
Apropos Bad: An Bord der Diamond Princess gibt es (abgesehen von den Izumi-Pools) zwei Schwimmbäder – eines außen und eines in einem Bereich mit einem geschlossenen Dach, das aber bei Bedarf auch geöffnet werden kann. Beim Outdoor-Pool gibt es übrigens auch Filmvorführungen – Movies Under the Stars genannt.
Destinationen und Ausflüge
An sich wären bei unserer Reise sechs Destinationen angesteuert worden: Toba, Kochi, Miyazaki, Nagasaki, Busan und Osaka. Plan und Wirklichkeit sahen dann aber anders aus: Toba wurde aufgrund des zu hohen Wellengangs gestrichen, weil hier die Tenderboote (das war der einzige Tenderhafen) nicht genutzt werden konnten. Miyazaki fiel einem näher rückenden Taifun zum Opfer und wurde ebenfalls gecancelt. Genauso und aus dem gleichen Grund wurde Osaka gestrichen. Stattdessen wurde immerhin Hiroshima angesteuert, da hier die Wetterbedingungen stabiler waren.
Kurzum: Zwei von sechs geplanten Häfen wurden abgesagt, ein weiterer durch einen anderen ersetzt. Grundsätzlich muss man mit solchen Dingen bei Kreuzfahrten rechnen – und auch hier gilt „Safety first“ für Crew, Passagiere und Schiff. Ärgerlich ist dies natürlich trotzdem – vor allem, wenn man extra eine Reise mit vielen Landgängen gewählt hat. Grundsätzlich kann es in Japan vor allem im Juni und Juli verstärkt regnen – von Mai bis November muss man gelegentlich auch mit Taifunen rechnen.
Ausflüge haben wir schon im Vorfeld gebucht – wobei diese teilweise schon früh ausgebucht waren (bei manchen wurde das Kontingent später aber noch erhöht). Preislich waren die Ausflüge knackig und bewegten sich bei uns zwischen rund 85 und 200 US-Dollar pro Person.
Für Nagasaki organisierten wir über GetYourGuide eine Fahrt mit Nagasaki Private Tours über vier Stunden für 290 Euro: eine sehr gute Investition, da wir die Fahrt auch nach unseren Wünschen mitgestalten konnten.
Die Touren, die von Princess selbst angeboten wurden, waren ein wenig „Hit-and-Miss“: Bei den meisten waren die Guides exzellent – aber leider nicht überall. Gerade mit den gängigen Apps wie eben GetYourGuide und Klook kann man oft preisgünstigere Alternativen finden, die mitunter auch in kleineren Gruppen oder überhaupt als private Tour angeboten werden.
Kurz zu den angelaufenen Häfen: In Kochi besichtigten wir ein beeindruckendes Höhlensystem, machten einen Fotostopp bei der Burg Kochi und fuhren dann noch weiter zu einem netten Strand (an dem man aber nicht schwimmen durfte). In Nagasaki folgte die private Tour, die zu einem Aussichtspunkt über der Stadt führte. Danach ging es zum bedrückenden Bereich, der an den Atombombenabwurf erinnert, bevor wir noch den Suwa-Schrein besichtigten. Nach der eigentlichen Tour gingen wir noch selbst in den wunderschönen Glover Garden, der sich nur ein paar Minuten vom Hafen entfernt befindet.
Mit Busan folgte dann die zweitgrößte Stadt Koreas – an sich wunderschön, aber an unserem Tag sehr regnerisch. Wir fuhren ins Künstlerviertel Gamcheon, weiter zu einem Strand und schließlich in die größte Fischmarkthalle der Region. Dies war insofern ein Highlight, als hier die wohl frischesten Fische gleich direkt zubereitet und gegessen werden können!
Der letzte Landgang erfolgte dann in Hiroshima: Hier entschieden wir uns für eine Tour zur Insel Miyajima, wo sich eines der vielleicht bekanntesten Fotomotive Japans befindet: das Torii genannte rote Tor des Itsukushima-Schreins, das mitten im Wasser steht. Obendrein ist diese Insel auch noch landschaftlich sehr schön, man kann auch gut essen (und shoppen) – und für Tierfreunde gibt es dort halbzahme Rehe (die übrigens recht frech sein können).
Am Seetag zwischen Busan und Hiroshima wurde auch noch die Kanmon-Straße durchfahren – eine Meeresenge zwischen den japanischen Inseln Honshu und Kyushu.
Sonstiges
Hier noch ein paar Punkte, die für etwaige Interessentinnen und Interessenten einer Japan-Reise mit der Diamond Princess interessant sein dürften:
Gästemix
Auf unserer Reise waren gefühlt hauptsächlich Reisende aus Japan, den USA, dem Vereinigten Königreich und Australien an Bord. Aus Europa fanden sich einige Gäste – beispielsweise aus Italien und Spanien. Wir hatten ein einziges Mal das Gefühl, in der Entfernung ein deutsches Wort gehört zu haben – das kann also auch Einbildung gewesen sein.
Die Altersstruktur war gemischt – mit einem leichten Überhang zu einem etwas reiferen Publikum. Aber es waren auch (wenige) Kinder, deutlich mehr Teens und durchaus viele Gäste im Bereich zwischen 20 und 50 Jahren an Bord. Eine eher ruhig-gesetzte Mischung, die zum Zielgebiet und zum Schiff passt!
Kleiderordnung
Die Kleidungsfrage wird hier eher leger gesehen – mit Flip-Flops und Bermudas sollte man trotzdem nicht ins Restaurant zum Abendessen gehen. Gelegentlich gibt es „Formal Nights“ (vor allem bei Seetagen) – dafür darf man sich durchaus „aufbrezeln“, wobei man hier aber weit entfernt von Krawattenzwang und dergleichen ist.
Konnektivität
Das MedallionNet genannte Wi-Fi verspricht (in der Max-Version, die in unserem Paket enthalten war) hohe Geschwindigkeiten – und in der Tat lief das Internet an Bord recht flüssig und gut. Mit einer Glasfaserleitung kann man den Speed zwar nicht vergleichen – aber Telefonate über WhatsApp waren mitunter schon möglich.
Resümee unserer Reise mit der Diamond Princess
Insgesamt war die Kreuzfahrt – trotz der Absagen und Änderungen – gelungen und wir können die Diamond Princess empfehlen: Personal, Kulinarik, Entertainment und auch das Schiff (das mit seiner Tonnage von 115.875 BRZ überschaubar groß ist) selbst haben uns trotz – oder auch wegen – seines Retro-Charmes sehr, sehr gut gefallen.
Abstriche muss man wegen der Kabine machen – hier ist zu hoffen, dass Princess Cruises demnächst ein größeres Makeover durchführt. Die Kabinen passen aktuell nicht mehr zur Eigendefinition einer „First-Class-Reederei“.
Alles in allem überwogen aber die positiven Aspekte der Reise bei Weitem! Princess Cruises gehört damit sicherlich zu den Reedereien, die wir wieder für eine Reise in Erwägung ziehen würden.



























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