Auf vielen größeren europäischen Flughäfen hat sich eine regelrechte Hotelszene niedergelassen - am Airport in Wien beispielsweise gibt es drei größere Häuser, in London-Heathrow sind es gar sieben. Und auch Frankfurt - einer der wichtigsten Flughäfen der DACH-Region - verfügt über fünf Hotels direkt im Terminalbereich.
So gibt es bereits seit mehr als 50 Jahren das 1975 eröffnete Sheraton. Von dem mehrfach ausgebauten Komplex wurde 2022 das Marriott „abgespalten“. Zusammen verfügen beide Hotels - die ja zum selben Konzern gehören - über mehr als 1.000 Zimmer. Rein für Umsteiger wurde 2017 das My Cloud Transit Hotel eröffnet, das sich mit seinen lediglich 59 Zimmern im Non-Schengen-Bereich befindet.
Last but not least wurden 2011 im modernen The Squaire - einem futuristischen Büro-, Hotel- und Dienstleistungskomplex über dem Fernbahnhof - zwei Hilton-Hotels eröffnet: zum einen das Hilton Garden Inn Frankfurt Airport mit rund 330 Zimmern sowie das benachbarte Hilton Frankfurt Airport mit 249 Gästeräumen und Suiten. Letzteres haben wir für ReiseInsider bei einem kurzen Aufenthalt getestet.
Bei einem Flughafenhotel ist nach der Ankunft die erste wichtige Frage: Wie findet man überhaupt hin? Das kann durchaus eine Herausforderung sein, wenn man sich auf dem riesigen Airport mit seinen mehr als 60 Millionen Passagieren pro Jahr nicht besonders gut auskennt. Kleiner Tipp aus der Redaktion: Man muss von der obersten Terminalebene - also eine Ebene höher als beim Check-in - über eine von zwei Brücken in Richtung Norden gehen und erreicht dann The Squaire.
Rechter Hand liegen schließlich die beiden Hilton-Schwesterhotels direkt nebeneinander. Wie der gesamte Komplex präsentiert sich schon die eindrucksvolle Lobby des Hilton Frankfurt Airport futuristisch und riesig. Irgendwie fühlt man sich beim Betreten, als wäre man in einer Filmlocation für einen Agententhriller gelandet.
Auf den Boden der Tatsachen wird man allerdings an der Rezeption zurückgeholt, wo einen der freundliche und schnelle Check-in daran erinnert, dass man sich tatsächlich in einem Hotel befindet. Vier Panorama-Aufzüge bringen die Gäste anschließend zu den Zimmern - das getestete Queen Guest Room befand sich auf Etage 6, die allerdings nur einen Stock oberhalb der Lobby liegt.
Zur Auswahl stehen fünf Zimmer- und vier Suitenkategorien - vom Zweibettzimmer über Executive-Zimmer bis hin zur 135 Quadratmeter großen Präsidentensuite. Ein guter Teil der Zimmer blickt übrigens in das große Atrium des Gebäudes.
Das von uns getestete Zimmer blickte hingegen Richtung Süden zum Flughafen-Terminal. Wer sich echte Airport-Atmosphäre mit Blick auf das Vorfeld erwartet, wird allerdings eher enttäuscht: Im Wesentlichen bestand die Aussicht aus einer mehrspurigen Straße und der Rückseite des Sheraton.
Die Ausstattung entsprach jener eines klassischen Businesshotels: Neben dem Bett gab es einen recht großzügigen Schreibtisch mit Bürosessel, ein Einzelsofa mit Fußhocker und einen kleinen Tisch. Ein Kühlschrank - übrigens eine ehemalige Minibar mit den entsprechenden Vertiefungen für Flaschen und Dosen - war ebenso vorhanden wie Bügeleisen und Bügelbrett.
Standards wie ein großer Fernseher oder ein Safe sind natürlich ebenfalls vorhanden. Dazu kommen - gerade für ein Airporthotel mit häufig eher kurzen Aufenthalten - ziemlich großzügige Stauräume. Sehr erfreulich war auch der Wasserkocher mit diversen Tees und Löskaffee. Zusätzlich standen zwei Flaschen Wasser im Zimmer, die allerdings nur für Hilton-Honors-Mitglieder mit Diamond-, Gold- oder Silver-Status kostenlos sind.
Das Bett - als vielleicht wichtigster Einrichtungsgegenstand eines Hotelzimmers - war bequem und mit insgesamt acht Kissen ausgestattet. Neben dem Bett gab es eine Ladestation für Handy & Co.; am Schreibtisch fanden sich neben zwei deutschen Steckdosen auch Anschlüsse für US-amerikanische und britische Stecker.
Apropos Handy: WLAN war inkludiert - allerdings nur als eher langsamer Standardzugang. Für den Premium-Access waren hingegen zehn Euro pro Tag fällig; diesen testeten wir nicht. Der Download-Speedcheck für den normalen Zugang lieferte zwischen vier und fünf Mbps - ausreichend für den Normalgebrauch, heutzutage aber eher unterdurchschnittlich.
Zum letzten - und ebenfalls nicht unwesentlichen - Teil des Zimmerchecks: dem Badezimmer. Dieses war recht großzügig dimensioniert und sowohl mit Dusche als auch Badewanne ausgestattet. Spezielle Amenities gab es bis auf Duschhauben und Taschentücher allerdings keine; Duschgel, Shampoo und Seife von Crabtree kamen aus Spendern.
Wer hungrig ist, findet im Hilton Frankfurt Airport das Restaurant Rise, in dem Frühstück, Mittag- und Abendessen angeboten werden. Wir testeten hier lediglich das Frühstück - ein recht gutes Buffet mit freundlichen Mitarbeitenden.
In der Lobby befindet sich außerdem die Bar The Fifth, wo neben Kaffee und Cocktails auch Bar-Food bestellt werden kann. Im 10. Stock gibt es schließlich die Executive Lounge für Gäste, die ein entsprechendes Executive-Zimmer gebucht haben. Zimmerservice wird natürlich ebenfalls angeboten.
Die Lage des Hilton im Multifunktionskomplex The Squaire hat übrigens noch einen kulinarischen Vorteil: Nur rund eine Gehminute entfernt finden Fast-Food-Freunde Burger King und Starbucks; wer etwas weiter geht, stößt noch auf einige andere Food-Outlets.
Ein Tipp nicht für Kulinarik-, sondern für Aviation-Freunde: Auf dem Weg in Richtung Terminal gibt es auch einen Flugsimulator. Nähere Informationen dazu findet man auf der Website des Frankfurter Flughafens.
Wer nicht nur ein Flugzeug virtuell, sondern sich selbst bewegen möchte, findet im Hotel auch ein Fitnesscenter. Für Veranstaltungen stehen zudem Meetingräume verschiedener Größen bis hin zu einem Ballsaal zur Verfügung.
Fazit zum Hilton Frankfurt Airport: Gutes Premiumhotel in Terminalnähe
Um zusammenzufassen: Das Hilton Frankfurt Airport ist eine gute Wahl, wenn es um eine komfortable Übernachtungsmöglichkeit direkt am Flughafen geht. Es ist - wenn man den Weg kennt - nur rund zehn Gehminuten vom zentralen Check-in-Bereich entfernt und bietet alles, was man sich von einem Flughafenhotel der Premium-Kategorie erwartet.
Das Zimmer für diesen Produkttest wurde nicht zur Verfügung gestellt. ReiseInsider oder die Cubo Media GmbH haben keine finanzielle Zuwendung oder sonstiges Sponsoring für diesen Artikel erhalten.










