hills left
hills right

Flughafen Wien trudelt weiter ins Minus

Erstellt von Martin Metzenbauer.  Veröffentlicht am 13.10.2026

In den ersten drei Quartalen minus 4,5 Prozent, im September minus 7,5 Prozent bei den Passagieren.

Eine Senkung des Low-Cost-Angebots und die Krise in Nahost wirken sich auf die Passagierzahlen in Wien aus. © ReiseInsider

Dass 2026 für den Flughafen Wien angesichts des Rückzugs von Wizz Air, der Angebotskürzungen von Ryanair und der anhaltenden Nahost-Krise kein besonders gutes Jahr wird, ist wenig überraschend. Das zeigen auch die am Dienstag veröffentlichten Passagierzahlen: Von Jänner bis September wurden 23,5 Millionen Reisende abgefertigt - um 4,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.

Im September alleine fiel der Rückgang mit 7,5 Prozent auf 2,91 Millionen Passagiere sogar noch deutlicher aus. Nach Westeuropa reisten 1.207.510 Passagiere (-8,3 Prozent), nach Osteuropa 213.239 (-16,0 Prozent), nach Nordamerika 54.023 (-1,2 Prozent) und nach Afrika 26.068 (-2,2 Prozent). Besonders stark war der Rückgang im Nahen und Mittleren Osten mit 57.430 Passagieren (-28,0 Prozent). Der Ferne Osten verzeichnete dagegen einen Anstieg auf 58.272 Reisende (+6,5 Prozent).

Zankapfel Ticketsteuer

Der bisherige Rekord aus dem Jahr 2025 mit 32,6 Millionen Passagieren dürfte heuer damit außer Reichweite bleiben. Wie sich das kommende Jahr entwickeln wird, hängt einerseits von der geopolitischen Lage und andererseits von den Rahmenbedingungen in Österreich ab. In der Kritik stehen vor allem die Ticketsteuer und die vergleichsweise hohen Standortkosten.

Flughafen-Wien-Vorstand Günther Ofner hatte zuletzt in der ZIB 2 die Abschaffung der österreichischen Flugabgabe gefordert. Die Ticketsteuer von 12 Euro pro Passagier bzw. 30 Euro auf Kurzstrecken bis 350 Kilometer sei ein erheblicher Wettbewerbsnachteil für den Standort Wien. Sie führe vor allem zu einer Verlagerung des Flugverkehrs ins benachbarte Bratislava, wo die Standortkosten laut Ofner um rund ein Drittel niedriger seien.

Connect